CUMA
#1
GfKFB,
D - Berlin 2007

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CUMA
#3 27.July, 19 Uhr // Performances Workshop: 18th July – 28th
Juli 2007 PORTPERFORMANCE is a panel for
performance art established in 2006 by Angelika Fojtuch & BBB
Johannes Deimling in the Baltic states. The port as place of constant
exchange of goods, of daily import and export of values, a place where
land and water meet is the basis for the project idea. In the
performance the human body becomes the location of transit, the port at
which inner and personal values are exchanged with the surrounding.
Communication will take place. PORT PERFORMANCE combines performance
with education, travelling and encounter to teach in a very special way
art within the context. Port Performance is invited by
the Gesellschaft für künstlerische Forschung Berlin – the society
for artistic research in Berlin –within the project IRRTUMsFORSCHUNG/
ERROR-RESEARCH in order to realise a Port Performance Workshop at a
place where already during the 1930s the port was shut down and that at
the time of the Berlin wall was part of the inner German frontier in
order to avoid any exchange. The error and the failure, the
misunderstanding and the not succeeding will be the workshops’ field
of research. Learning and personal development triggered by error and
failure and the accompanying pain and processes is understood as
precondition for research, development and finding. Excerpt from the concept of
the GfKFB concerning the IRRTUMsFORSCHUNG/ERROR-RESEARCH: By putting IRRTUM/ERROR, the
IRRTUMsFORSCHUNG/ERROR RESEARCH, in the centre of artistic research, we
gain access to the artistic processes in primary two ways. Definition of the term:
“error/irrtum" describes 1. a false statement stated under the
assumption of telling the truth and 2. a misled action assuming the
action to be correct. It becomes obvious that the term "error"
consists of a mental-linguistic or rather passive-observing and an
active-acting(almost fatal) element. Examples: "Sorry, I got the wrong
door." "Oops, I thought the gun was not loaded!" Assumption:„ "I guess
art has to stimulate my senses directly and immediately, otherwise it's
not art": "It is a big error to think, that the notion and
phenomenon "art" could be explained by the question of
sensuality.” In a more radical
understanding, the term "error/irrtum" cannot only be applied
as an aspect of truth, but also the term truth as an aspect of error.
"What sort of insight could we gain if it was no longer referring
to the truth of an opening towards world but to life and its errantry/umherirren?
And how could we imagine a subject no longer relying on truth but on
error/irrtum?" (Giorgio Agamben) The
PORT PERFORMANCE workshop is supported by GfKFB, society for artistic
research in Berlin, www.kunstfabrik.org ZAGREUS Projekt, www.zagreus.net
Wolf Kahlen Museum, www.wolf-kahlen.net/museum Fit, Freie internationale
Tankstelle, www.F-I-T.org Berlin art info, Andreas
Engler, www.berlin-art-info.de german version CUMA #327.Juli, 19 Uhr // Performances Ort: GfKFB, Am Flutgraben 3,
12435 Berlin Abschlusspräsentation: 27. Juli,
19 Uhr Workshop: 18. Juli – 28. Juli
2007 Vom 18. bis 28. Juli 2007 führen
die internationalen Künstler und Performance-Lehrer Angelika Fojtuch
und BBB Johannes Deimling einen intensiven Workshop mit 12 StudentInnen
aus elf Kunsthochschulen und Akademien durch. Die KünstlerInnen kommen
aus Italien, Deutschland, der Schweiz, Polen, Frankreich, Israel, und
den USA und werden im Projektraum der GfKFB für 10 Tage leben und
arbeiten. Während des Workshops erkunden
die TeilnehmerInnen ihren Körper und ihren Geist als Werkzeuge mit
denen sie ephemere Aktionen kreieren, die sich auf der persönlichen
Ebene mit Inhalten beschäftigen, wie Identität, Grenze, Irrtum, Essen/Nahrungsaufnahme
etc. Die TeilnehmerInnen werden ihre Körper in lesbare universale
Zeichen transformieren, die subjektive Mitteilungen transportieren. Am
27. Juli 2007 ab 19:00 Uhr werden die Resultate der intensiven Tage in
der GfKFB am Flutgraben in Berlin gezeigt. Der polnische Begriff
“CUMA” (TAU) steht als Metapher für das fixieren der Arbeits- und
Prozessereignisse in einem öffentlichen Event. PORT PERFORMANCE ist ein Forum für
Performance Art gegründet 2006 von Angelika Fojtuch & BBB Johannes
Deimling im baltischen Raum. Der Hafen als Ort des ständigen Austauschs
von Waren, von täglichem Import und Export von Werten, ein Ort wo Land
und Wasser aufeinander treffen ist Grundlage der Projektidee. In der
Performance ist der menschliche Körper der Ort des Transits, der Hafen
in dem innere und persönliche Werte mit dem Außen getauscht werden.
Kommunikation findet statt. PORT PERFORMANCE verbindet Performance mit
Bildung, Reisen und Begegnung zu einer speziellen Form Kunst im Kontext
zu lehren. Port Performance ist von der
Gesellschaft für künstlerische Forschung Berlin zum Projekt
IRRTUMsFORSCHUNG eingeladen, um einen Port Performance Workshop an einem
Ort zu realisieren an dem bereits in den 30er Jahren des letzen
Jahrhunderts die Hafenanlage stillgelegt wurde, und der zur Zeit der
Berliner Mauer als Teil der innerdeutschen Grenze dazu diente Austausch
zu unterbinden. Der Irrtum und das Scheitern, das
Missverständis und das nicht Gelingen wird Forschungsfeld des Workshops.
Lernen und persönliche Entwicklung aufgrund von Irrtümern und Fehlschlägen
und den damit verbundenen Schmerzen und Prozessen wird als Voraussetzung
des Suchens, Entwickelns und Findens verstanden. Auszüge aus der Konzeptskizze
der GfKFB zur IRRTUMsFORSCHUNG: Wenn der IRRTUM ins Zentrum der künstlerischen
Forschung gestellt wird, ermöglicht das den Zugang zu den künstlerischen
Prozessen auf primär zwei Ebenen. Begriffsdefinition: „Irrtum“ ist
eine Bezeichnung 1. für eine mit der Überzeugung der Wahrheit
verbundene falsche Behauptung und 2. für eine aus der Annahme der
Richtigkeit fehlgeleitete Handlung. Der Begriff Irrtum hat eine
geistig-sprachliche bzw. passiv-beobachtende Komponente und eine
aktiv-handelnde (bis fatale) Komponente. Beispiele: „Verzeihung, ich habe mich in
der Tür geirrt.“ „Upps, ich dachte die Pistole sei nicht geladen.“
Behauptung:„Kunst muss
unmittelbar meine Sinne stimulieren, sonst ist es keine Kunst.“
Entgegnung: „Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass sich der
Begriff und das Phänomen Kunst über die Frage der Sinnlichkeit klären
ließe.“ Eine weitergehende „Anwendung“
des Begriffs legt nahe den Irrtum nicht als Aspekt der Wahrheit/Richtigkeit
aufzufassen, sondern die Wahrheit als Aspekt des Irrtums: „Welcher Art
könnte eine Erkenntnis sein, die nicht mehr auf die Wahrheit einer Öffnung
zur Welt bezogen wäre, sondern einzig auf das Leben und sein Umherirren?
Und wie wäre ein Subjekt nicht im Verhältnis zur Wahrheit, sondern vom
Verhältnis zum Irrtum zu denken?“ (Giorgio Agamben) Der PORT PERFORMANCE Workshop
wird unterstützt von GfKFB, Gesellschaft für künstlerische
Forschung Berlin, ein Projekt des Flutgraben e.V., www.kunstfabrik.org
ZAGREUS Projekt, www.zagreus.net
Wolf Kahlen Museum, www.wolf-kahlen.net/museum
Fit, Freie internationale
Tankstelle, www.F-I-T.org
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